Wo sind die Fachkräfte hin? | 18.02.2019

7 Schritte auf dem Weg zu einem attraktiven Arbeitgeber

Wo sind die Fachkräfte hin? Nicht erst seit gestern wird es auf dem Arbeitsmarkt immer schwieriger, Bewerber für die offenen Stellen des eigenen Unternehmens zu finden. Die großen Firmen erhöhen kontinuierlich ihr Budget für das Recruiting und haben die Zeichen der Zeit schon lange erkannt. Ein wichtiger Faktor dabei ist die Außendarstellung des eigenen Unternehmens. Es gilt sich dabei möglichst positiv von den anderen Wettbewerbern in der eigenen Branche abzuheben - das sogenannte "Employer Branding". Im Bezug auf das Recruiting muss zunächst das Unternehmen aus markentingorienterter Sicht positioniert werden.

7 wichtige Fragen auf dem Weg zur besseren Arbeitgeberpositionierung

Was haben Sie bisher für das Marketing ausgegeben bzw. welche Maßnahmen wurden durchgeführt?

Das Agentur-Network Dentsu Aegis hat in 2018 eine Umfrage durchgeführt und 1000 Unternehmen befragt, wie sich ihr Werbebudget für die nächsten 12 Monaten entwickeln wird.* Dabei erwarten 49% der deutschen Marketing Entscheider, dass ihr Budget in den nächsten 12 Monaten um bis zu fünf Prozent steigen wird.

Wie sieht es allerdings im Mittelstand aus, insbesondere in der Branche des Handwerks?

Natürlich gibt es in dieser Branche auch Unternehmen die im Marketing sehr aktiv sind. Allerdings gibt es auch eine Vielzahl von Unternehmen, die in diesem Bereich nur die Ausgaben für ein paar Visitenkarten vorweisen können.

Der ein oder andere hat sicherlich schon mal hier oder da eine Printanzeige geschaltet, die im besten Fall nicht selbst in Word erstellt wurde. Oder Sie haben eine Facebookseite oder ein Instagram Profil, auf der Sie gelegentlich schon mal etwas geposted haben. Oder haben Sie tatsächlich eine Webseite die modern aussieht und auch regelmäßig gepflegt wird?

Die Gründe für die Vernachlässigung des Marketings liegen auf der Hand. Die Auftragsbücher sind voll und wer in letzter Zeit einen Handwerker benötigte, musste mit Entsetzen feststellen, dass die Wartezeiten mittlerweile mehrere Monate lang sein können. Die Unternehmen haben schlichtweg keine Zeit für das Marketing und Ihrer Außendarstellung.

Nun nehmen wir an, ein Mitarbeiter verletzt sich oder verlässt Ihr Unternehmen. Sie sind spätestens jetzt dazu gezwungen nach außen sichtbar zu werden um einen potenziellen Mitarbeiter von Ihrem Unternehmen zu überzeugen. Doch Ihre Konkurrenz ist Ihnen schon Jahre voraus und zieht die Bewerber mit ihrem "Employer Branding" an wie ein Magnet. Mit der Folge, dass sie kurzfristig nur geringe Chancen haben beim Recruiting als Arbeitgeber den Vorzug zu erhalten.

Welche Möglichkeiten gibt es, um die Arbeitgebermarke für die Öffentlichkeit sichtbarer zu machen und im "War for Talents" zu bestehen?

Es gibt viele Möglichkeiten seine Sichtbarkeit positiv zu beeinflussen, wobei Sie nicht daran vorbeikommen, sich vorher über Ihre eigene Positionierung Gedanken zu machen. Dabei sollte man sich zunächst auf eine Marketingmaßnahme konzentrieren und Stück für Stück die passenden Bereiche angehen.

Anfang des Jahres hat BEE Digital gemeinsam mit der Koch Haustechnik GmbH ein Recruiting-Projekt gestartet. Sie sahen sich mit dem Problem konfrontiert, dass Ihnen die Fachkräfte ausgehen. Nach einem ersten Gespräch war die Aufgabe klar und die Ziele gesetzt. Es wurde eine Recruitment-Kampagne gestartet um qualifizierte Bewerber zu aktivieren und die Arbeitgebermarke Koch Haustechnik für die Öffentlichkeit sichtbarer zu machen.

Plakate an markanten Punkten

Design einer Großflächen-Werbeanzeige



Jobs Koch Haustechnik Webseite

Eigene Webseite für die Stellenanzeigen



Jobs Koch Haustechnik Facebookwerbung

Indirekte FB-Anzeige 5.362 Views



Jobs Koch Haustechnik Statistik

Webseitenbesucher auf jobs.kochhaustechnik.de im Werbezeitraum





Die Großflächenanzeige wurde an mehreren Standorten in zwei zeitlich versetzen Terminen veröffentlicht, begleitet von der Bewerbung über Facebook. Zentraler Anlaufpunkt war bei allen Maßnahmen die neue Jobs-Webseite. Parallel dazu wurde noch eine extra E-Mail Adresse für das Recruiting angelegt. Somit läuft alles an einer Stelle zusammen und kann schneller verarbeitet werden. Auch bezüglich des Datenschutzes ist es sinnvoll, da keine sensiblen Daten quer durch die verschiedenen Postfächer des Unternehmens geschickt werden, bis der richtige Ansprechpartner erreicht ist.

"Wir haben keine Zeit fürs Marketing!"

Selbst wenn sich nur wenige Bewerber gemeldet haben - verlieren Sie nicht gleich Ihre Motivation. Natürlich wünscht sich jeder Arbeitgeber einen Stapel mit Bewerbungen, aus denen er sich die Rosinen rauspicken kann. Allerdings wird es noch einige Zeit dauern, bis der Arbeitsmarkt sich auf die gestiegene Nachfrage an Fachkräften angepasst hat. Bis dahin, bleiben Sie sichtbar und verbessern Sie kontinuierlich Ihr Erscheinungsbild in der Öffentlichkeit. Vergessen Sie dabei nicht, dass die internen Bedingungen auch eine wichtige Rolle spielen. Letztendlich ist das Recruitment-Marketing ein wichtiger Baustein, um sein Personalmanagement langfristig zu optimieren. Spätestens wenn Sie in die unangenehme Lage kommen, aufgrund von Kapazitätsengpässen Aufträge ablehnen zu müssen, wird es Zeit etwas zu ändern.

* www.wuv.de/marketing/­warum_die­_werbebudgets_bald­_steigen_werden



jobs.kochhaustechnik.de

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