Fotografie
Inside Fürstenhof Bad Kissingen
Einblick in den Fürstenhof und seiner Geschichte
Ausgangslage
Der Fürstenhof ist nicht öffentlich zugänglich und alarmgesichert. Das Anwesen gehört der Fürstenhof SA, die in der Schweiz ansässig ist. Der Verwalter vor Ort ist Niko Rotschedl, der bereits in meinem Podcast "Espressotalk" zu Gast war. Er ermöglichte mir den Zugang zu den Gebäuden.
Ziel
- Fotos vom Zustand in den Gebäuden
Personenüberblick
Dr. Paul Sotier (1876–1950)
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Arzt aus (Bad) Kissingen; wird als Leibarzt von Kaiser Wilhelm II. im Exil (Doorn) geführt.
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Führt den Fürstenhof ab 1906 als Privatsanatorium/Hotel (über die Familienlinie Dürig).
Elisabeth Sotier (1913–2008)
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Tochter; führt das Haus nach 1950 weiter (späte Erweiterungen in den 1970ern werden ihr zugeschrieben).
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Extrem wertvoll für deine Recherche: Es existiert ein Teilnachlass (Kalliope) mit Dokumenten u. a. zu Thomas Dempster Gordon und Anna Gordon.
Familien-/Besitzlinie vor Sotier
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Anna Gordon, geb. Dürig: zentrale Figur der Eigentümerphase im 19. Jh.; in amtlichen/planerischen Unterlagen ist die „Gordon/Villa Gordon“-Ebene klar benannt.
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Über die Dürig-Linie kommt es zur Heirat/Übernahme Richtung Sotier (ab 1906)
Der Fürstenhof in Bad Kissingen
Vom Nobelhotel zum Leerstand – Geschichte eines besonderen Hauses und der Familie Sotier
Der Fürstenhof in Bad Kissingen ist eines der geschichtsträchtigsten Gebäude der Stadt – prachtvoll gelegen an der Fränkischen Saale, einst Treffpunkt der feinen Gesellschaft, später Sanatorium, Reha-Zentrum und heute ein verlassener Ort, der viele Menschen fasziniert. Kaum ein Gebäude spiegelt die Höhen und Tiefen der Kurstadt so deutlich wider wie dieses.
Dieser Artikel gibt einen fundierten Überblick über die Geschichte des Fürstenhofs, seine Bedeutung für Bad Kissingen und die Rolle der Familie Sotier, die das Haus über Jahrzehnte geprägt hat.
Ein Haus mit Geschichte: Die Anfänge im 19. Jahrhundert
Der Ursprung des heutigen Fürstenhofs reicht zurück bis ins Jahr 1856. Damals entstand an der heutigen Bismarckstraße ein Hotelbau, der zunächst unter anderen Namen bekannt war (u. a. „Bellevue“ bzw. „Hotel de Bavière“). Bad Kissingen entwickelte sich in dieser Zeit zu einem der bedeutendsten Kurorte Europas. Der Bau solcher repräsentativen Hotels war Ausdruck dieses Aufschwungs.
Im Deutschen Krieg 1866 wurde das Gebäude stark beschädigt. Bad Kissingen war Schauplatz militärischer Auseinandersetzungen – auch das Hotel blieb davon nicht verschont. In den folgenden Jahren wurde es jedoch wieder aufgebaut und modernisiert.
Ausbau zum Fürstenhof: Architektur und Glanzzeit
Ab 1880 erhielt das Gebäude seine bis heute prägende Form. Der Bau wurde erweitert und im Stil der Neorenaissance aufgewertet – ein repräsentativer Baustil, der Eleganz und Wohlstand ausstrahlen sollte. In dieser Phase entstand auch die benachbarte Villa Gordon, die zum Ensemble des Fürstenhofs gehört.
Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich der Fürstenhof zu einem der gehobenen Häuser der Kurstadt. Wohlhabende Kurgäste, Adelige, Diplomaten und Industrielle logierten hier. Der Fürstenhof war nicht nur Unterkunft, sondern ein gesellschaftlicher Treffpunkt.
Die Familie Sotier: Medizin, Adel und Kurtradition
Ein prägender Abschnitt in der Geschichte des Fürstenhofs beginnt im frühen 20. Jahrhundert mit der Familie Sotier.
Dr. Paul Sotier – Arzt und Gastgeber
Dr. Paul Sotier (1876–1950) war Mediziner und überregional bekannt. In der historischen Überlieferung wird er als Arzt mit Kontakten in höchste Kreise genannt – unter anderem im Umfeld des ehemaligen deutschen Kaisers Wilhelm II. im Exil.
Unter seiner Leitung wandelte sich der Fürstenhof ab etwa 1906 zunehmend zu einem Privatsanatorium mit gehobenem Hotelbetrieb. Der medizinische Anspruch spielte nun eine wichtige Rolle: Kuren, Erholung, medizinische Betreuung – alles unter einem Dach.
Elisabeth Sotier – die prägende Persönlichkeit der Nachkriegszeit
Nach dem Tod von Paul Sotier führte seine Tochter Elisabeth Sotier den Fürstenhof weiter.
Politische Geschichte und Zeitgeschehen
Der Fürstenhof war nicht nur Hotel und Sanatorium, sondern auch Schauplatz politischer Begegnungen. In der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg kam es im Umfeld internationaler Spannungen zu Treffen hochrangiger Persönlichkeiten in Bad Kissingen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude zeitweise beschlagnahmt und anderweitig genutzt, bevor der Hotel- und Kurbetrieb wieder anlief.
Vom Hotel zum Reha-Zentrum
In den 1980er Jahren endete die Ära der Familie Sotier als Eigentümer. Der Fürstenhof wurde an die Arbeiterwohlfahrt (AWO) verkauft und als Reha-Zentrum genutzt.
Schließung und Leerstand
Im Jahr 2004 wurde der Betrieb eingestellt. Seitdem steht der Fürstenhof weitgehend leer.
Der Immobiliendeal und seine Folgen
Der frühere Oberbürgermeister Karl Heinz Laudenbach (2002–2008) hatte den Verkauf an die Fürstenhof SA vermittelt und dafür 434.000 Euro erhalten. Dies wurde als verbotene Vorteilsannahme gewertet.
Zusätzlich wurde ihm Steuerhinterziehung in Höhe von 317.000 Euro nachgewiesen. 2014 erfolgte die Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von über zwei Jahren.
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